Zypern (Zypern) „Wo die Götter Urlaub machen.“
Schenkt man Homer, dem Dichter der Antike, Glauben, so entstieg Aphrodite, die schaumgeborene Göttin der Schönheit und der Liebe aus der griechischen Mythologie, den Wellen des Meeres und schritt an den sanft umspülten Gestaden an Land – der Sage nach bei Petra tou Romiou im Süden der Insel Zypern. Sicherlich war es kein Zufall, dass die „göttliche“ Wahl auf dieses mit 9251 qkm drittgrößte Eiland des Mittelmeeres fiel: Sonnenschein das ganze Jahr, herrliche Sandstrände, mächtige, schattige Wälder und beeindruckende Klippen. Zwar betrachten sich die Zyprioten als Europäer (seit 2004 in der EU), doch geografisch ist die Lage Zyperns im östlichen Mittelmeer ein Schnittpunkt von Europa, Asien und Afrika. Zum türkischen Festland sind es nur ganze 68 km, zur Westküste Syriens ca. 95 km, nach Ägypten ca. 325 km und zur griechischen Insel Rhodos knappe 400 km. Zwei Gebirgszüge durchziehen die Insel: die zur Küste hin abfallende, schroffe Bergkette des Pentadaktylos im Nordosten und im südlichen Inselinneren das waldreiche Troodos-Gebirge mit dem Olympos (1952 m) als höchste Erhebung. Hier wachsen Aleppo-Kiefern, Pinien, Platanen, Steineichen und Zypressen – ideal für Wandertouren entlang kristallklarer Bergbäche. An den flach abfallenden Rändern des Troodos bestimmen Weinfelder sowie Apfel-, Pfirsich-, Birnen-, Mandel- und Nussbäume das Landschaftsbild, das im restlichen Teil Zyperns von Oliven- und Johannisbrotbäumen, Zypressen und über 1800 Blütenpflanzen geprägt wird.
Obwohl das Territorium der gesamten Insel de jure Staatsgebiet der Republik Zypern ist, hat sich der Nordteil im Jahr 1983 zum unabhängigen Staat Türkische Republik Nordzypern (TRNZ) erklärt. Zwischen Nord- und Südteil liegt eine von den Vereinten Nationen verwaltete Pufferzone.
Touristisch ist die Südhälfte um die Flughäfen Paphos (Pafos) und Larnaca von internationaler Bedeutung. Zypern ist reich an Geschichte: Griechen, Assyrer, Ägypter, Perser, Römer, Türken und Briten eroberten die Insel im Lauf der Jahrtausende, bevor sie nach vielen Jahren (seit 1925) als britische Kronkolonie 1960 in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Und obwohl die Zyprioten von den Briten ihre „zweite“ Landessprache Englisch und den Linksverkehr übernommen haben, ist die Lebensweise von orthodoxem Brauchtum geprägt. Antike Stätten, Tempel und stattliche Basiliken mit herrlichen Fresken, Mosaiken und Ikonen sind Zeugnisse der abwechslungsreichen Geschichte. All das und die beeindruckend vielfältige Landschaft ziehen den Besucher in ihren Bann.
„Kopiaste“ – „Tritt ein“ hört man nicht selten, wenn die ausgesprochen gastfreundlichen Zyprioten den Fremden zu allen erdenklichen Feierlichkeiten einladen. Alle möglichen Vorspeisen (Mezedes) wie Kichererbsenpaste oder Halloumi-Schafskäse, über dem Holzkohlengrill gebratene Fleischstücke (Souvlaki), Fisch und zypriotischer Wein tun ihr Übriges, damit der Ruhe und Entspannung suchende Gast sich wohlfühlt. Willkommen auf der „Insel der Aphrodite“.
Paphos (Pafos) und Umgebung Paphos: Nirgendwo drängen sich so viele antike Zeugnisse auf Zypern wie in der Stadt Paphos. Ägypter, Byzantiner, Römer und Türken – überall stößt man auf ihre Spuren. Pafos besteht aus dem alten Stadtteil Ktima Paphos und dem unmittelbar am Meer gelegenen Stadtteil Kato Paphos, wo sich das touristische Zentrum befindet. Am ursprünglichen Fischerhafen erhebt sich ein mittelalterliches Fort aus der Türkenzeit, umgeben von Tavernen, Cafés und Bars. Das antike Paphos mit seinem Amphitheater und den sogenannten Königsgräbern erreicht man leicht zu Fuß. Gute Bademöglichkeiten bieten zahlreiche, zumeist aufgeschüttete Buchten mit Fels-/Kiesel-/Sandstränden (Badeschuhe empfehlenswert). 3 km östlich von Paphos liegt der Atlantia Strand von Geroskipou mit vielen Wassersportangeboten, Restaurants, Beach Bars und Tavernen. Eine gute Linienbusverbindung besteht auch zu der 12 km nördlich von Paphos gelegenen Strandbucht Coral Bay. Drei Golfplätze in der näheren Umgebung (Secret Valley und Aphrodite Hills sind 20 – 22 km entfernt, der Tsada Golf Club 12 km) erfreuen die Anhänger des „Grünen Sportes“. Empfehlenswert sind ein Besuch der berühmten Mosaike und des über 800 Jahre alten Klosters Agios Neofytus. So verspricht das idyllische Paphos einen gelungenen Mix aus Kultur und Badeurlaub.
Das wahre Herz der Insel schlägt aber im Hinterland von Paphos, wo sich Obstplantagen (Pfirsiche, Orangen, Bananen), terrassenförmig angelegte Weingärten, Olivenbäume und kleine, noch ursprüngliche Dörfer abwechseln. Natürlich sind die duftenden Pinienwälder des Troodos-Gebirges nicht weit und das Naturschutzgebiet der Akamas-Halbinsel (35 km entfernt) lohnt einen Tagesausflug. Der Flughafen von Paphos liegt ca. 20 km entfernt (30 Fahrminuten). Wer den Flughafen Larnaca benutzt, sollte gut 90 Minuten Fahrzeit für die 150 km einplanen. Pissouri: Auf halber Strecke zwischen Paphos und Limassol liegt die historische Altstadt von Pissouri, 4 km oberhalb auf den Hängen eines Hügels. Es präsentiert sich gemütlich und malerisch mit einigen Geschäften, hübschen Dorfplätzen, Kafeneions und Tavernen. Die umliegenden Weingärten und das Hinterland sind ideal für lange Spaziergänge. Recht gute Badebedingungen bietet eine herrliche, weit geschwungene Bucht mit langen, flach abfallenden Sand-/Kiesstränden. Die Golfplätze Secret Valley und Aphrodite Hills liegen unweit des Ortes. Da es keinerlei Linienbusverbindungen nach Pissouri gibt, sollte man einen Mietwagen buchen, um vor Ort flexibel zu sein. Der Flughafen Paphos ist ca. 30 Fahrminuten entfernt (25 km). Polis/Latchi: Dieses schöne Urlaubsgebiet mit den zwei kleinen Fischerorten liegt an der Ostküste, ca. 45 km nördlich von Paphos. Die Akamas-Halbinsel ist nicht weit. Der Ort Latchi hat sich in den letzten Jahren wegen seiner langen Sand-/Kiesstrände zu einem beliebten Ziel für Badeurlauber entwickelt. Komfortable Hotelanlagen tun ihr Übriges, damit man sich in dieser idyllischen Landschaft wohlfühlt. Ein Ausflug zu dem Bad der Aphrodite oder Tagestouren in das von der Natur verwöhnte Hinterland bringen Abwechslung in den Strandalltag. Den Flughafen Paphos erreicht man nach ca. 40 Fahrminuten. Platres im Troodos-Gebirge: Wer saubere Luft, ein angenehmes Klima und ein ruhiges Plätzchen auf Zypern sucht, ist in diesem gepflegten Kurort auf 1100 m Höhe genau richtig. Wanderungen durch die bewaldeten Hügel, Ausflüge zum Kloster Troodhitis und zum Kloster Mesapotamos, ein langer Spaziergang zu den Kaledonischen Wasserfällen – sehenswert und entspannend zugleich. Restaurants, Tavernen und kleine Bars verwöhnen Ihren Gaumen. Von hier sind es zum Flughafen Paphos ca. 90 km (ca. 50 Fahrminuten), zum Flughafen Larnaca ca. 110 km (ca. eine gute Stunde). Ausflüge: Sehenswert neben allen bisher genannten sind auf Zypern noch folgende Punkte: das Kykko-Kloster aus byzantinischer Zeit unterhalb des Mount Olympos im Troodos-Gebirge, die Hauptstadt Nicosia mit dem archäologischen Museum und den Fresken der Johannes-Kathedrale, das reizvolle Dorf Lefkara (handgemachte Spitzen und berühmte Silberwaren), der Ort Kurium mit seinem antiken Theater und eindrucksvollen Mosaiken, die Katakomben von Ayia Salomoni (mit seiner byzantinischen Burg der vierzig Säulen und der St. Pauls-Säule) oder ein Tag auf der Halbinsel Akamas mit der Aragas-Schlucht, seltenen Vögeln und einer einzigartigen Flora.
Ein Auszug der bekanntesten Fluggesellschaften, die Sie nach Zypern bringen:
Cyprus Airways • British Airways • Eurocypria • TUIfly • Air Berlin • Condor Flughäfen in Zypern:
Paphos (PFO)