Seychellen (Indischer Ozean) „Ich glaub’, ich träume …“
Zeitlose Schönheit, Stille und Harmonie, üppige Tropenwälder, schillernd-bunte Unterwasserwelten, einmalige Strände am azurblauen Meer und Unversehrtheit der Natur – das sind die Seychellen, 115 Granit- und Koralleninseln im westlichen Indischen Ozean. Einer Sichel gleich ragt dieses Archipel 1600 km vor der Ostküste Afrikas und nördlich von Madagaskar und Mauritius aus der glasklaren See, mit wunderschönen Badebuchten und sanduhrfeinen, weißen Sandstränden. Man unterscheidet die Seychellen in die „Inner Islands“, 41 Granitinseln, welche sich um die Hauptinsel Mahé, Praslin und La Digue scharen, sowie in die „Outer Islands“, 74 Eilande von tiefliegenden Korallenatollen und Riffinseln. Jede dieser Inseln verbirgt ihre eigenen Schönheiten und Geheimnisse – alle mit exotischem und romantischem Zauber. Grund genug, bei Ihrer Auszeit im Paradies mehrere Inseln miteinander zu kombinieren.
Insel Mahé
Mit einer Länge von 28 km und einer Breite von 8 km ist sie die größte Insel des Archipels. Rund 72.000 „Seychellois“ mit afrikanischen, indischen, chinesischen und europäischen Vorfahren (etwa 90 % der Gesamtbevölkerung) leben hier. Gleichzeitig ist die Insel Sitz der Regierung und das Wirtschaftszentrum der Republik. Alle internationalen Flüge starten und landen südlich von Victoria, einer der kleinsten Hauptstädte der Welt mit kolonialen Bauten, dem Nationalmuseum, einem botanischen Garten, bunten Märkten, Geschäften aller Art und kreolischen Restaurants. Mit beachtlichen Erhebungen von bis zu 1000 Metern bilden Granitgipfel eine beeindruckende Kulisse, und seltene Pflanzen zieren die Nebelwälder in den Bergregionen. Hotels und Resorts der Luxusklasse ducken sich an die feinsandigen Strände Beau Vallon Bay, Grande Anse, Anse Intendance und Barbarons Beach oder verstecken sich auf Privatinseln wie Silhouette Island, Sainte Anne und Denis Island. Familiär geführte Gästehäuser und gute Touristenklassehotels sind eine preiswertere Alternative – die Strände sind gleich schön, ebenso wie die faszinierende Unterwasserwelt beim Schnorcheln. Eine Tour rund um die Insel dauert mit dem Auto nur 2 bis 2,5 Stunden und bietet ausreichend Gelegenheit, interessante Orte zu entdecken, sich an einsamen Buchten zu sonnen oder zu schwimmen. Empfehlenswert sind auch Exkursionen zu den Eilanden Aldabra Atoll, Alphonse, Anonyme, Bird Island, Cerf, Cousine, Desroches, Felicite, Frégate, Moyenne, North Island oder Ste. Anne sowie Inselhüpfen nach Praslin oder La Digue. Insel Praslin
Nur knapp 7000 Bewohner auf einer Gesamtfläche von gut 37 qkm leben auf dem 45 km nordöstlich von Mahé entfernten Praslin, der zweitgrößten Insel innerhalb des Archipels. Großartige Schätze der Flora und Fauna beherbergt der Naturpark „Vallée de Mai“, Stätte des UNESCO Weltnaturerbes. Berühmt ist auch die weltweit größte Kokosnuss „Coco de Mer“, welche nur hier und auf der Nachbarinsel Curieuse wächst. Entdecken Sie das Naturparadies im Inselinneren sowie kleine malerische Häfen und verschlafene Dörfchen. Vielleicht mit dem Fahrrad, denn auf den gut ausgebauten Straßen kommt man bequem voran. Weitere Highlights sind die Traumbucht „Anse Lazio“ und die nicht weniger paradiesisch-schöne „Anse Georgette“, die stets auf der Liste der weltweit schönsten Strände genannt werden. Die Côte d’Or, ideal für Wassersport, Schwimmen und Schnorcheln, war schon vor der Kolonialisierung durch die Franzosen im 18. Jahrhundert einer der Lieblingsplätze der Piraten. Praslin bietet eine Vielzahl von Unterkünften aller Kategorien, vom Gästehaus bis zum Luxusresort, und ist ein idealer Ausgangspunkt zu den vorgelagerten Inseln Curieuse, Cousin, Ile Ronde und St. Pierre, deren Riffe und Fischreichtum Taucher aus aller Welt anziehen. Interessant und abwechslungsreich sind auch Ausflüge zu den kleinen Inseln Aride, Chauve Souris, Grande Soeur und Ile Cocos, oft wichtige Schutzgebiete für seltene Spezies endemischer Pflanzen- und Tierwelt. Insel La Digue
Nur wenige Kilometer südöstlich von Praslin liegt die viertgrößte Insel (ca. 10 qkm) der Seychellen, umrahmt von den Eilanden Felicité, Marianne und The Sister Islands. Der Traumstrand auf La Digue schlechthin ist die „Anse Source d’Argent“, deren Granitfelsen, Palmen, feinweißer Sand und das herrlich kristallklare Wasser als Kulisse für Werbespots von Bacardi und Raffaello dienten. Überhaupt sind die Strände die prachtvollsten des Archipels oder gar der Welt. Dabei ist La Digue die ursprünglichste Insel der Seychellen: Ochsenkarren und Fahrräder sind die Hauptverkehrsmittel, gut erhaltene Kolonialhäuser sind Zeugen einer bewegten Vergangenheit, und Abenteurer wagen den Aufstieg zum „Nid d’Aigles“ (Adlerhorst), dem höchsten Punkt der Insel mit atemberaubendem Ausblick. Der Tropenwald La Digues (z.B. im Nationalpark „L’Union Estate“) strotzt vor vielseitiger Flora und Fauna: zarte Orchideen, rankende Vanillepflanzen, indische Mandelbäume, der bekannten Takamaka Baum, leuchtender Hibiskus und sanft wiegende Palmen, dazu seltene Vogelarten (Paradiesfliegenschnäpper, Chinesendommel, Wellenastrild, Seychellen-Salangane) und Sumpfschildkröten. Traditionelles Handwerk wie Bootsbau und Kopragewinnung werden noch heute ausgeübt. Das Leben hier ist gemütlich, die Atmosphäre freundlich und die malerischen umliegenden Inseln einfach herrlich zum Tauchen und Schnorcheln. Hobby-Fotografen werden die faszinierenden Granitfelsstrände so lange knipsen, bis die Batterieakkus leer sind.
Die Seychellois wissen, dass die Unversehrtheit der Natur sowie eine saubere, gesunde und ökologisch intakte Umwelt hohe Güter sind. So ist in der Verfassung verankert, dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, ebenso wie die Verpflichtung, die Umwelt zu schützen und zu erhalten. So sind 49 % der 455 qkm großen Landfläche (210 qkm) und 230 qkm Wasserfläche als Naturschutzgebiete ausgewiesen, darunter manche Insel in ihrer Gesamtheit. So z.B. auch das Aldabra-Atoll (32 km lang), wo 150.000 Riesenschildkröten und der letzte flugunfähige Vogel des Indischen Ozeans, die Weißkehlige Ralle, beheimatet sind. Taucher dürfen nichts aus dem Meer mitnehmen, keine Harpune benutzen – anschauen ist alles. Segler müssen an speziellen Plätzen ankern, um so die Korallenriffe vor Schäden durch Schiffsanker zu schützen, Hotels dürfen nicht höher als die umgebenden Palmen sein. So bleibt dieses Paradies hoffentlich auch für nachfolgende Generationen wohl noch lange erhalten. Vielleicht sind die Seychellen die richtige Kulisse, um sich das Ja-Wort zu geben. Heiraten am Strand unter Palmen und romantische Flitterwochen in traumhafter Umgebung, fernab von Hektik, Stress und Alltag, sind ein guter Beginn für einen gemeinsamen Lebensweg.
Die Seychellen, einer der letzten unberührten Flecken unserer Erde, werden Sie begeistern. Und auf einmal sind Sie dem Paradies ganz nah, nein, Sie sind mittendrin. Gut zu wissen:
Auf den Seychellen ist ganzjährig ein tropisch-ozeanisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Heiß ist es von März bis Mai, wenn Nordwestmonsun herrscht und vereinzelte Regenschauer auftreten können. Bei Südostmonsun von Mai bis September herrschen etwas kühlere Temperaturen. Die Stromspannung auf der Insel ist 240 Volt. Es herrscht Linksverkehr. Man spricht Englisch, Französisch und Kreolisch. Die Währung ist die Seychellen Rupie (SCR), 100 SCR entsprechen in etwa 12 Euro. Bargeld in US-Dollar oder Euro-Noten sind empfehlenswert, wobei natürlich in großen Hotels auch die gängigen Kreditkarten akzeptiert werden. Die Zeitdifferenz ist MEZ (Mitteleuropäische Zeit) plus 3 Stunden, im Sommer MEZ plus 2 Stunden.
Ein Auszug der bekanntesten Fluggesellschaften, die Sie nach Seychellen bringen:
Condor • Air Seychelles • Air France • Qatar Airways • Emirates • Air Austral • British Airways • Kenya Airways • Air Mauritius Flughäfen in Seychellen:
Victoria Seychelles International Airport Mahé (SEZ)