Funchal und Madeira (Portugal) „Mit allen Sinnen erleben“
Eine tropische Insel in Europa? – Gibt’s wirklich. Es ist die „Blumeninsel“ Madeira mitten im Atlantischen Ozean, nur 1000 km südwestlich von Lissabon und 700 km westlich von der marokkanischen Küste. Zusammen mit der kleineren Insel Porto Santo und den unbewohnten Inselgruppen Ilhas Desertas und Ilhas Selvagens bildet sie die portugiesische Provinz Madeira. Bedingt durch den vulkanischen Ursprung zeigt ganz Madeira einen gebirgigen Charakter. Die zerklüfteten Felsformationen des Pico Ruivo (mit 1862 m die höchste Erhebung), des Pico Arieiro, des Pico dos Torres und des Pico Grande erheben sich im Inselinneren, an den Küsten fallen die steilen Klippen bis zum 4000 m tiefen Meeresgrund ab. 20 Prozent der Gesamtfläche Madeiras (794 qkm) sind im Norden zwischen Porta da Cruz und Santana von dem Lorbeerwald „Laurisilva“ bedeckt, der von der UNESCO zum Weltnaturerbe als größtes immergrünes Waldgebiet der Welt erklärt wurde. Strelizien, Hortensien, Afrikanische Liebesblumen, Kaplilien, Drachenbäume, Baumfarne und unzählige exotische Blumen und Früchte wetteifern im Rausch der Farben mit dem Tiefblau des Meeres. Das ausgeglichene, milde Klima, das nur zwischen 19 Grad im Januar und 25 Grad im August schwankt, die quirlige Hauptstadt Funchal und die landschaftliche Vielfalt machen Madeira zu einem ganzjährigen Reiseziel. Lauschen Sie der Sinfonie tosender und plätschernder Wasserfälle, erklimmen Sie die Steilklippe Cabo Girao, folgen Sie den Pfaden entlang der Levadas (künstliche Wassergräben), erwandern Sie die Hochebene Paul da Serra, steigen Sie ab in das Dunkel der Lavahöhle „Grutas e Centro do Vulcanismo“ in São Vicente, erkunden Sie den Gipfel des Pico Ruivo do Paul, nehmen Sie ein Bad in dem von bizarren Lavafelsen umgebenen Meeresschwimmbecken in Porto Moniz, lassen Sie sich mit „Espada“ (schwarzer Degenfisch), „Espetada“ (ein etwa 1 Meter langer Fleischspieß) und Madeirawein kulinarisch verwöhnen oder erleben Sie Natur pur im Queimadas-Nationalpark. Abtauchen kann man in den Unterwasser-Nationalpark in Caniço, an Kieselstränden entspannen in Ribeira Brava oder im Tal von Rabacal botanische Wunder bestaunen. Ob subtropische Gärten, terrassenförmig angelegte Weinberge, tiefe grüne Täler oder wildromantische Felsküsten – Madeira bezaubert Sie mit allem. „Bem Vindos“ – herzlich willkommen in einem traumhaft-schönen Urlaubsparadies.
Die wichtigsten Orte im Überblick: Funchal: Umgeben von grünen Hügeln und eingebettet in eine atemberaubende Steilküste, liegt im Südosten der Insel die lebendige, moderne Hauptstadt Funchal (45.000 Einwohner). Der historische Stadtkern, das pittoreske Fischerviertel und die bunte Markthalle „Mercado dos Lavradores“ versprühen den Charme der Jahrhunderte. Herausgeputzte Kolonialbauten, die Kathedrale „Sé“, zahlreiche Weinkellereien, Fischrestaurants und Cafés laden zum Bummeln und Verweilen ein. Am Abend pulsiert in Diskotheken, Clubs und Bars das Nachtleben, rund um den Yachthafen im Westen der Stadt trifft sich der internationale Jetset oder versucht sein Glück im Spielcasino (nach Plänen des bekannten Architekten Oscar Niemeyer). Naturliebhaber erfreuen sich an der blühenden Pracht im Botanischen Garten oder im tropischen Garten (mit Papageienpark) des inseleinwärts liegenden Ausflugsorts Monte. Die Meerwasser-Schwimmbäder „Lido“, „Ponta Gorda“ und „Barreirinha“ bieten entspannendes Badevergnügen. Wer einen reizvollen Panoramablick über die Stadt genießen möchte, kann mit einer modernen Kabinenseilbahn von der Talstation im Promenadenpark hinauf nach Monte schweben. Bestaunen kann man hier auch die bunt bemalten Keramikfliesen „Azulejos“ oder das Grab von Karl I., des letzten Kaisers Österreich-Ungarns in der Kirche „Nossa Senhora do Monte“. Der Flughafen liegt ca. 15 km östlich von Funchal direkt bei der Stadt Santa Cruz. Die Nordküste
An der kühleren, regenreichen Nordküste erwarten atemberaubende Steilküsten und ursprüngliche Dörfer den Besucher. Im äußersten Nordwesten liegt Porto Moniz. Das schmucke Küstenörtchen ist berühmt für seine Vulkanbecken. Die Pools, umgeben von bizarren schwarzen Lavafelsen, verdanken ihr Entstehen einem Lavastrom, der hier ins Meer floss und durch Wind und Wellen seine Aushöhlungen erhielt. Durch künstliche Kanäle miteinander verbunden, laden sie zu einem erfrischenden Bad im Atlantik ein, das Umland bietet sich für Wanderungen an. Von Porto Moniz sind es ca. 65 km bis zum Flughafen.
Weiter westlich liegt die malerische Ortschaft São Vicente (ca. 50 km bis zum Flughafen), umgeben von beeindruckender Gebirgslandschaft und mit schmucken, denkmalgeschützten Häusern. Sehenswert die Höhlen „Grutas de São Vicente“ und die aus dem 17. Jahrhundert stammende und auf einem Felsen errichtete „Capela São Roque“.
Ca. 5 km weiter östlich liegt der bekannte Aussichtspunkt „Ponta de São Jorge“. Vom Dorf São Jorge aus kann man unterschiedliche Wanderungen entlang der Levadas unternehmen. Zwischen São Vicente und São Jorge auf einer kleinen Landzunge liegt Ponta Delgada, wo ein Meerwasserschwimmbad ein entspannendes Bad im Atlantik verspricht.
Hoch über dem Meer, im östlichen Teil der Nordküste, liegt der malerische Ort Santana. Typische winzige Wohnhäuser mit spitzen, strohgedeckten Dächern („Casas de Colmo“) sind eines der Wahrzeichen Madeiras. Gut hundert dieser „Casas“ liegen im Gemeindebezirk. Vom Fels unterhalb der Kirche führt ein Lift zum winzigen Strand „Rocha do Navio“. Die Entfernung zum Flughafen beträgt ca. 40 km. Die Südküste
Hier im Süden herrscht subtropisches Klima, und mit den ausgeklügelten, offenen Bewässerungskanälen „Levadas“ wird Wasser aus dem regenreichen Norden zu den Plantagen und Gärten geführt. Im östlichen Teil liegt Machico, die zweitgrößte Stadt auf Madeira. In der Bucht vor der Stadt landeten 1419 die Entdecker, heute bieten Fischerboote und eine kleine Werft ein malerisches Bild. Von hier können Sie die Halbinsel Ponta de São Lourenco, die Korbflechter in Camacha oder das Walmuseum in Canical besuchen. Der Flughafen ist nur 3 km in südwestlicher Richtung entfernt.
Von Machico inseleinwärts liegt der Ort Santo Antonio da Serra auf einem wald- und wiesenreichen Hochplateau, wegen seines milden Klimas und den ausgezeichneten Wandermöglichkeiten bekannt. Das Highlight ist jedoch der Golfplatz, der sich am Rande steiler Schluchten befindet und atemberaubende Blicke über die Insel und das Meer bietet. Der Flughafen ist ca. 9 km entfernt.
Mit 580 m Höhe ist das Cabo Girao die zweithöchste Steilklippe der Welt und liegt ca. 18 km westlich von Funchal. Den atemberaubenden Blick vom Aussichtspunkt über den Atlantik und die Insel sollte man sich bei seinem Madeira-Urlaub nicht entgehen lassen. Ein moderner Panoramalift führt zu dem am Fuß der Klippe liegenden Ausflugsort „Faja dos Padres“ mit Gastronomie, der ansonsten nur mit dem Boot von der Meerseite erreichbar ist.
Im Südosten der Insel liegt auch der beliebteste Ferienort auf Madeira, der kleine, gemütliche Ort Caniço in schöner Hanglage, nur 6 km östlich von Funchal. Ca. 3 km unterhalb von Caniço liegt direkt am Meer das Tourismuszentrum Caniço de Baixo, mit guter Infrastruktur, gepflegten Hotels und umfangreichem Wassersportangebot, wobei besonders Taucher diese Region schätzen.
Nach 15 km in westlicher Richtung von Funchal aus erreicht man das älteste Fischerdorf Madeiras, „Estreito de Câmara de Lobos“. Die Zeit scheint stehengeblieben zu sein: Enge Gassen, bunte Häuser und der idyllische Hafen, von wo aus Boote zum Fang des „Espada“ auslaufen, prägen das Ortsbild. Ein ausgezeichneter Wein von den Hängen rund um das Dörfchen wird unter Kennern geschätzt.
In westlicher Richtung liegen die kleinen Orte Ribeira Brava und Ponta do Sol. Diese sonnernverwöhnten Dörfer an der Südküste laden an Kieselstränden zum Baden ein, kleine Promenaden mit Geschäften rund um die Häfen sowie die schöne Kirche „Nossa Senhora da Luz“ in Ponta do Sol machen Lust auf einen Bummel.
Im Südwesten erwartet Sie in der Umgebung von Calheta eine herrliche Landschaft aus einem Meer von Blüten. Das kleine Dorf hat den einzigen künstlich angelegten Sandstrand auf Madeira sowie einen Yachthafen mit Uferpromenade. Von hier sind es zum Flughafen ca. 50 km in östlicher Richtung. Von Calheta ist es nicht weit nach Prazeres, einen Ort mit malerischen Häusern inmitten fantastischer Gärten auf einem Hochplateau inseleinwärts. Spaziergänge und Wanderungen mit tollem Blick auf den Atlantik machen den Reiz dieser Gegend aus. Orte wie Paul do Mar, Jardim do Mar und Faja da Ovelha liegen im äußersten Südwesten. Der unglaubliche Fischreichtum in den Gewässern vor diesen Fischerdörfern machen diese Gemeinden zu den wichtigsten Fischereizentren des Archipels. Insel Porto Santo
Nordwestlich von Madeira liegt die kleine Schwesterinsel Porto Santo (45 qkm und ca. 5000 Einwohner). Mit ihren vergleichsweise kargen Hochebenen und dem ca. 9 km langen, goldgelben Sandstrand „Campo de Baixo“ stellt sie einen reizvollen Kontrast zur „großen Schwester“ dar. Die Abholzung der Wälder durch frühere Seefahrergenerationen hat zu einer starken Erosion geführt. Hauptort ist die Hafenstadt Vila Baleira an der flachen Südostküste und direkt am Sandstrand. Die „Casa de Colombo“ (das Kolumbus-Haus) sowie das alte Rathaus sind sehenswert. Berühmtester Bewohner war der Seefahrer Christoph Kolumbus, der hier Filipa Moniz heiratete und ab 1450 einige Jahre lebte. Die höchste Erhebung auf der Insel ist der Pico do Facho mit 516 m. Regelmäßige Fähren mit einer Fahrzeit von 2 – 3 Stunden für die 40 km Entfernung verbinden Porto Santo mit Madeira, ebenso wie ein 20-minütiger Flug, der auf der Landebahn des NATO-Flughafens endet. Ein 18-Loch-Golfplatz mit Blick auf den Atlantik lässt das Herz eines jeden Golfers höher schlagen. Alles ist ursprünglich mit dörflicher Atmosphäre, Fahrradfahren, Spaziergänge, Land und Leute kennenlernen in typischen Kneipen – Ruhe und Erholung pur.
Ein Auszug der bekanntesten Fluggesellschaften, die Sie nach Funchal und Madeira bringen:
Air Berlin • TAP Portugal • Condor • SATA Internacional • Futura • Air One Flughäfen in Funchal und Madeira:
Madeira-Funchal „Santa Catarina“ (FNC)