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Azoren und Ponta Delgada (Portugal)


Azoren & Ponta Delgada – „Neun Gärten im Atlantik“
Auf halbem Wege zwischen der alten und neuen Welt liegt mitten im Atlantik eine Gruppe von neun größeren und mehreren kleineren, zu Portugal gehörenden Inseln. Sie sind ca. 1500 km westlich vom europäischen Festland und ca. 3600 km östlich vom nordamerikanischen Kontinent entfernt. Außer Santa Maria sind alle Inseln vulkanischen Ursprungs, und so bestimmen dampfende Geysire, bizarre Küstenformationen, erloschene Vulkane, heiße Thermalquellen und stille Kraterseen die Kulisse für ein atemberaubendes Naturschauspiel. Der fruchtbare Boden gebärt eine üppige, tropische Vegetation mit kilometerlangen, tiefblauen Hortensienhecken, seltenen Moos- und Farnarten und prachtvollen Blütenpflanzen. Dazu Temperaturen, die im Sommer 25 °C nicht übersteigen und im Winter zumindest 10 °C erreichen. An vielen Tagen wechseln sich in der „Wetterküche Europas“ Sonnenschein, Sturmböen, Windstille und Regenschauer ab („Vier Jahreszeiten an einem Tag“). Wanderer, Naturliebhaber sowie Ruhe und Abgeschiedenheit suchende Urlauber finden fernab vom Massentourismus auf den Azoren ein Paradies, für Segler sind sie der letzte Stopp vor einer langen Atlantiküberquerung. Die ca. 242.000 Menschen auf Sao Miguel, Santa Maria, Terceira, Graciosa, Corvo, Sao Jorge, Faial, Flores und Pico sind zumeist tiefgläubige Katholiken und mit jahrhundertealten Traditionen und Bräuchen verbunden. Die Landwirtschaft sowie der Export von Rindfleisch und Milchprodukten sind die Haupterwerbsquellen der portugiesisch sprechenden Bewohner, mit unterschiedlichen Dialekten von Insel zu Insel. Alles geht etwas langsamer als bei uns in Mitteleuropa, fast spurlos sind die vergangenen Jahrhunderte vorübergegangen. Verschlafen historische Städtchen, unzählig hundert Meter hohe Wasserfälle, aufregend Whale Watching vor der Südküste Picos, anregend die Städte Hora, Angra do Heroismo und Ponta Delgada, unbändig die Lebenslust auf den Fiestas. Weltumsegler treffen sich im „Café Sport“, Taucher steigen ab in die fischreiche Unterwasserwelt mit Höhlen und Riffen, Verwegene schwimmen mit Delfinen. Spürbar die offenherzige, immerzu hilfsbereite Gastfreundschaft der Azorianer. Willkommen auf den Azoren. – Faszinierend, atemberaubend, unendlich erholsam.
Die neun Inselschönheiten der Azoren im Überblick:
Sao Miguel: Mit 16 km Breite und 65 km Länge die größte und touristisch am meisten erschlossene Insel. Hauptstadt ist Ponta Delgada (65.000 Einwohner) mit vielen historischen Kirchen, Klöstern, dem Conceicao-Palast, dem Museu Carlos Machado, vielen Geschäften, Restaurants und netten Cafés. Kochend heiße Quellen und schwefelhaltiger Wasserdampf im „Vale de Furnas“, zwei in einzigartigen Blau- und Grüntönen schimmernde Seen („Lagoa Azul“ und „Lagoa Verde“) bei dem verträumten Ort Sete Cidades, riesige Felder mit Mais, Tabak, Ananas und Wein sowie Teeplantagen (!), der Feuersee „Lagoa do Fogo“ in den Bergen hinter der Serra de Agua de Pau, heilendes Wasser im See des Botanischen Gartens „Terra Nostra“. Der Flughafen liegt 3 km außerhalb von Ponta Delgada. Wenn Sie innerhalb der Azoren hin- und herfliegen möchten, empfehlen wir den preisgünstigen „Azoren Airpass“ der Fluggesellschaft SATA Internacional, der aber nur anwendbar ist, wenn Sie mit dieser Fluggesellschaft schon ab/bis Frankfurt fliegen. Zu einzelnen Inseln sind auch Fährverbindungen möglich (meist nur von Mai bis September).
Santa Maria: Südöstlichste Azoreninsel mit 6000 Einwohnern auf 97 qkm. Hauptort ist Vila do Porto (3000 Einwohner) mit einer Festung aus dem 16. Jahrhundert, vielen Kirchen, kleinen Läden, Supermärkten und ausreichend Gastronomie. Wunderschön der Sandstrand „Praia Formosa“ (auch ideal zum Windsurfen) und die im Osten liegende Bucht „Sao Laurenzo“, ideal zum Wandern die Gegend um den Pico Alto (590 m hoch).
Terceira: Die drittgrößte (390 qkm) Azoreninsel mit ca. 56.000 Einwohnern. Sie liegt etwa 80 Meilen westlich von der Insel Sao Miguel und ist relativ flach mit kahlem Landschaftsbild. Die geschichtsträchtige Stadt Angra do Heroismo (12.000 Einwohner) ist die älteste und schönste auf den Azoren. Häuser aus dem 17. Jahrhundert, die Kathedrale, der Palast der Capitães Generais, die Schlösser „São Sebastião“ und „São João Baptista“, das Herrenhaus „Nossa Senhora dos Remédios“ sowie die Kirchen „Nossa Senhora da Conceicão“, „São Goncalo“ und „Misericórdia“ waren Gründe genug, die Stadt 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe zu erklären. Mit dem „Historical Institute of Terceira“, dem „Azorean Cultural Institute“, zwei Theaterensembles und einer Musikschule ist es das Kulturzentrum der Azoren. Bekannt ist Terceira auch für seine Stierkämpfe. Die zweitgrößte Stadt auf der Insel ist Praia de Vitoria (6.500 Einwohner) mit traumhaftem Sandstrand, wunderschönen Kirchen und Kapellen sowie Weingärten. Überragt wird die Stadt von den Vulkankegeln „Bagacina“ und „Cabrito“ mit interessanten Lavafeldern. Ein amerikanischer Luftwaffenstützpunkt nimmt großen Einfluss auf das Leben in der Stadt. Im Zentrum der Insel, am „Terra Brava“, ist der Eingang zur 100 m tiefen und über 2000 Jahre alten Vulkanhöhle „Algar do Carvão“. Ansonsten steht Ackerbau und Viehzucht im Vordergrund. Im Norden der Insel liegt ein Inlandsflughafen, der die Insel mit Sao Miguel, Faial, Corvo, Flores, Sao Jorge und Graciosa verbindet. Die anderen Azoren-Inseln kann man auch ab dem Fährhafen Praia da Vitoria gut erreichen.
Graciosa: Bekannt ist die ca. 61 qkm große Insel (ca. 5000 Einwohner) als „Weiße Insel“ wegen ihrer weißgetünchten Häuser und den „fotogenen“ alten Windmühlen. Der Wein „Terra do Conde“ oder der „Aguardente“ sind bei Kennern beliebt. Sehenswert ist die Schwefelgrotte „Furna do Enxofre“, eine mystische Höhle mit einem riesigen See und abenteuerlich durch einen 100 m tiefen Tunnel erreichbar. Hauptort ist die Stadt Santa Cruz da Graciosa (1800 Einwohner) mit Kirchen und Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert, dem Volkskundemuseum mit Interessantem zum Thema Walfang und Weinbau sowie den üblichen Restaurants, Cafés und Bars. Wanderungen über die flache, niederschlagsarme Insel mit ihrer faszinierenden Landschaft, einsame Badebuchten und die Ferne von der Alltagshektik machen Graciosa zu einem attraktiven Urlaubsziel.
Sao Jorge: 56 km lang und nur 8 km breit, 450 qkm groß und nur 10.000 Einwohner – so präsentiert sich diese „Wanderinsel“ mit allen Reizen landschaftlicher Schönheiten. Die berühmten „Fajas“, kleine, tiefliegende Küstenebenen am Fuße des 600 m hohen Berges „Faja da Caldera“, zauberhafte und erfrischende Wasserfälle, wunderschöne Panoramablicke auf die Nachbarinseln, Vulkankrater im Hochland und viel unberührte Natur sind ein Traum für alle Wanderer. Der Hauptort Velas (2000 Einwohner) hat einen schönen Hafen, alte Herrenhäuser, die Kirchen „Nossa Senhora da Conceicao“ und „Igreja Matriz de Sao Jorge“ sowie urige Restaurants mit köstlichem Käse und schmackhaften Meeresfrüchten. Sehenswert auch das kleine Städtchen Manadas. Auf Sao Jorge gibt es keine Strände, doch kann man in Naturschwimmbecken Badefreuden erleben.
Pico: Namensgeber dieser mit 447 qkm zweitgrößten Azoreninsel ist der 2351 m hohe Vulkankegel „Pico Alto“, dem, neben noch über 100 weiteren Vulkanen, das Eiland den Beinamen „Schwarze Insel“ verdankt. Atemberaubend die Kraterseen „Lagoa do Caido“ und „Lagoa do Capitano“ im einsamen Hochland, dazu geheimnisvolle Höhlen und schweigende Wälder. Diese Landschaft mit ihren Lavafeldern zu entdecken, ist ein Highlight für alle Kletterer und Wanderer. Faszinierende Grotten, geformt von der reißenden Brandung des Atlantiks, romantische Badebuchten und verschlafene Dörfchen, das Beobachten von Walen und Delfinen, köstliche Weine und Spezialitäten der einheimischen Küche, wie z.B. Caldeirada de Peixe (Fischeintopf) – Erlebnisse für alle Sinne. Im Westen der Insel Pico liegt der Hauptort Madalena (2500 Einwohner) mit altem Fischereihafen, schönen Restaurants, Cafés und Bars. Die Walfangtradition der Insel spiegelt sich im Walfangmuseum und in alten Fischfabriken wider. Vom Fährhafen gibt es eine direkte Verbindung zur Nachbarinsel Faial sowie zu den Inseln Terceira und Sao Miguel.
Faial: Diese 15.000-Einwohner-Insel ist ein optisches Highlight: Blau blühende Hortensienhecken von etwa 50 km Länge (!), Rosenfelder, Ackerwinden und andere Blumen tauchen die Landschaft in ein Meer der Farben. Noch sind überall die Spuren des Erdbebens von 1998 zu sehen, manche Ortschaften bestehen nur noch aus Ruinen. Berühmt und mit internationalem Flair der Yachthafen „Marina da Horta“, wo jährlich über 1700 Segler einen Zwischenstopp zur Rast oder Reparatur bei ihrer Atlantiküberquerung einlegen. Viele Segler verewigen sich mit Malereien an der Hafenmauer. Poststation und weltbekannt das „Café Sport“ mit Kunstwerken aus Pottwalknochen im 1. Stock. Geschichtsträchtig ist die Ponta dos Capelinhos, wo 1957 eine heftige Eruption die Insel um 2,59 qkm mit Lavagestein vergrößerte. Eine tolle Aussicht hat man vom über 1000 m hohen Rand der Caldera und vom 1043 m hohen Cabeco Gordo, dessen Gipfel unter Naturschutz steht. Der Hauptort Horta (6500 Einwohner) bietet neben der schönen Kirche San Salvador, einem Museum und urigen Fischlokalen besonders in den Sommermonaten ein buntes Treiben, der internationale Flughafen liegt ca. 10 km in südwestlicher Richtung von Horta. Die Fähren der „Transmacor“ verbinden Faial mit allen anderen Azoreninseln.
Flores: „Nomen est omen“ – Wie der Name schon sagt, ist die westlichste der Azoreninseln (143 qkm groß) eine „Insel der Blumen“ und zugleich romantisch mit kleinen Dörfern, klaren Bächen, hohen Wasserfällen und einer aufregenden Flora. Naturliebhaber und Wanderer haben hier einen Garten Eden gefunden, der Gemächlichkeit und Ruhe ausstrahlt. Der Hauptort Santa Cruz das Flores vereint mit seinen Villen und Herrenhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert den Glanz vergangener Tage, als noch Walfang betrieben wurde, mit der Pracht von Kirchen (z.B. die „Igreja N.S. da Conceicao) und dem sehenswerten „Museo das Flores“. Mit dem Boot kann man von hier die Höhle „Gruta dos Enxareus“, ein einstiges 50 m langes und 25 m breites Piratenversteck, erkunden oder ins Hochland mit dem wunderschönen Naturpark „Florestal Fazenda de Santa Cruz“ aufbrechen. Regen, Wind und Sonne wechseln sich ab, Regenbogen leuchten über dem Horizont – alles ist der Schöpfung ganz nah. Fährverbindung ab Lajes und Santa Cruz das Flores zu allen Azoreninseln, Flugverbindung nach Corvo, Faial, Terceira und Sao Miguel.
Corvo: Nur knapp 18 qkm klein und doch an Naturschönheiten ganz groß. Ein Muss der Vulkankrater Caldeirao mit 3,4 km Durchmesser, 300 m Tiefe und zwei mystischen Seen am Kratergrund. Die kleinste Stadt Europas, Vila Nova de Corvo, mit 425 Einwohnern, ist der Hauptort des Eilandes. Malerische kleine Gässchen, die Kirche „Nossa Senhora dos Milagres“, der Hügel „Pao de Acucar“ mit spektakulärem Ausblick, eine 6 km lange Straße, ein kleiner Flugplatz – dazu auf der Insel verteilt bizarre Felsformationen und kleine Windmühlen. Einsamkeit, Ursprünglichkeit, Natur pur und Ruhe – ein idealer Platz, um die Seele baumeln zu lassen. Flüge innerhalb der Azoren sowie Fährverbindungen nach Flores.
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Ein Auszug der bekanntesten Fluggesellschaften, die Sie nach Azoren und Ponta Delgada bringen:
TAP Portugal • Air Berlin • SATA International

Flughäfen in Azoren und Ponta Delgada:
Ponta Delgada-João Paulo II Airport (PDL)
Horta / Insel Faial (HOR)
Terceira - Base-Aérea das Lajes (TER)
Sao Jorge Island (SJZ)
Pico Island (PIX)
Graciosa Island (GRW)

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copyright © 2010 Flight & Travel, Inc.
 
Bildrechte Azoren und Ponta Delgada-Bilder:
©iStockphoto.com / Steve Jacobs / Michel de Nijs / Rui Vale Sousa / Henri Faure / Tiago Estima

Angra do Heroismo Terceira
Angra do Heroismo, Terceira

Lavaböden Azoren
Fruchtbare Lavaböden

Delfine Azoren
Einladung zum Spiel

Angra do Heroismo
UNESCO-Weltkulturerbe

Flores Azoren
Flores: Nomen est omen

Sao Jorge Azoren
Velas, Sao Jorge

Kirche Terceira
Prachtvolles Kircheninterieur

Windmühle Pico
Windmühle auf Pico

Wasserfall Azoren
Einer der vielen Wasserfälle

Terceira Portugal
Terceira

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